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Schloss Moritzburg nahe Dresden in Sachsen

Umgeben von einer faszinierenden Teich- und Waldlandschaft erhebt sich die Anlage von Barockschloss Moritzburg auf einer kleinen Insel in einem künstlich angelegten Teich. Die Fassade des prächtigen Jagdschlosses, das mit seinen vier mächtigen Rundtürmen und dem dreigeschossigen Mittelbau wohl zu den schönsten barocken Schlossanlagen Europas gehört, steht am Ende einer schnurgeraden Allee am Ortsausgang der Gemeinde Moritzburg. Diese liegt etwa 15 Kilometer nordwestlich von Sachsens Landeshauptstadt Dresden am Rande des Landschaftsschutzgebietes Friedewald.
Das ganzjährig täglich für die Besucher geöffnete Schloss (Ausnahme bilden Montage von November bis März) ist über die Autobahnen A4 und A13 aus allen Richtungen gut zu erreichen.

Noch bevor Dresden zur kurfürstlichen Residenz erhoben wurde, ließ Herzog Moritz von Sachsen inmitten des Jagdreviers Friedewald in der Mitte des 16. Jahrhunderts ein Renaissance-Jagdschloss errichten. Nach mehreren Umbauten und Erweiterungen wurde 1661 die Schlosskapelle erbaut. Zwischen 1722 und 1727 erfolgte unter August dem Starken und unter Mitwirkung des Barock-Baumeisters Pöppelmann der Umbau der Anlage in ein Barockschloss. In dieser Zeit entstanden auch die Fasanerie sowie neue Teiche und Tiergehege.
Bis zum Tod August des Starken wurde an der Innenausstattung der Festsäle und der 200 Räume gearbeitet. Die Fassade des Schlosses einschließlich der vier markanten Rundtürme erhielt die ocker-weiße Farbe des sächsischen Barock, die auch nach der grundlegenden Sanierung um 1980 wieder aufgelegt wurde.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Schlossterrasse, die Freitreppen und der Schlossteich angelegt. Kleine Pavillons, Statuen und die über dem Haupteingang prangenden Wappen rundeten die Gestaltung der imposanten Anlage ab, zu der auch der nach Plänen Pöppelmanns hinter dem Schloss angelegte Barockgarten gehört.

Das ursprüngliche Mobilar des Schlosses wurde von sächsischen und europäischen Kunsthandwerkern gefertigt. Wertvolle Teile davon gingen zum Ende des 2. Weltkriegs verloren. Um aber wieder ein Sächsisches Barockmuseum zu schaffen, wurde die Ausstattung mit Mobilar aus anderen Schlössern und originalgetreuen Nachbauten ergänzt. Kostbare Tapeten, Porzellane und Hausrat komplettieren die Ausstattung der Museumsräume. Kutschen, Sänften und ein Reisegepäckwagen sowie eine Ausstellung zur Schlossgeschichte sind in weiteren Räumlichkeiten im Erdgeschoss zu sehen.

Das erste Obergeschoss beherbergt unter anderem die Kapelle und vier riesige Prunksäle. So schmücken den zweigeschossigen Monströsensaal kostbare, teils bemalte Ledertapeten und missgeformte Geweihe. Die Wände des Steinsaals und des Speisesaals sind mit vielen Geweihen behängt, von denen das Geweih eines urzeitlichen Riesenhirsches besondere Aufmerksamkeit erregt. Wertvolle Möbel, Kamine und Porzellanfiguren schmücken die vier Kurfürstenzimmer.
Eine besondere Kostbarkeit stellt das Federzimmer - ein Prunkzimmer August des Starken - dar, das lange Zeit als nicht restaurierbar galt aber 2004 nach 16-jähriger Arbeit wieder geöffnet werden konnte.
Ein weiteres Kleinod stellt die mit italienischen Stuckarbeiten verzierte Schlosskapelle dar, die einen Großteil ihrer Ausstattung aus den Jahren zwischen 1661 und 1672 behalten hat.

Letztlich muss unbedingt noch auf die Dauerausstellung Moritzburger Hofküchen-Geschichten sowie auf das in der unmittelbaren Umgebung des Schlosses angesiedelte, mit prächtiger Stuckdecke und Strohtapeten ausgeschmückte Fasananschlösschen mit einer ornithologischen Schausammlung hingewiesen werden.

Über Öffnungszeiten und Eintrittspreise auf Schloss Moritzburg können Sie sich auf der offiziellen Website unter www.schloss-moritzburg.de informieren.